På svenskaAuf DeutschIn English
Ilons-logga
Bilder von der jungen Ilon Wikland
  • Startseite
  • Über iLON
  • Die junge iLON
  • iLON und Astrid
  • iLON heute
  • Das iLON-Museum
  • Kurioses
  • Kontakt

Die junge iLON

Als ich 1944 nach Schweden kam, durfte ich als Schülerin in der Schule für Buch- und Werbungskunst anfangen. Dort war der fabelhafte Künstler Akke Kumlien Leiter. Während der zwei Semester lernte ich das Texten, die Typografie und  die Ausformung von Titelseiten sowie das Illustrieren und vieles mehr. Es war eine sehr schöne Zeit.

 

Ich fühlte, dass ich meinen Weg  im Leben gefunden hatte und dass es viele Möglichkeiten für mich gab.  Meine erste Stelle nach meinem Schulabschluss war beim Prinzessmagazin, bei dem ich Preisschilder textete. Abends besuchte ich eine estnische Schule. Ich sah schnell ein, dass es mir zu viel war, tagsüber zu arbeiten und abends zu lernen. Für mich war die Arbeit aber wichtiger als das Abitur und so entschied ich mich für die Arbeit.

 

1947 erhielt ich eine Arbeit in einer Buchbinderei. Ich wollte alles über die Entstehung von Büchern lernen. Als Mädchen für alles lernte ich in Lundins Buchbinderei die einzelnen  Arbeitsschritte kennen. Dort arbeitete ich mit einer jungen Jüdin zusammen. Sie erzählte mir  von  ihrer Gefangenschaft im Konzentrationslager und dadurch wurden mir die Augen in Bezug auf  den schrecklichen Antisemitismus geöffnet.

 

Im Laufe dieses Jahres erhielt ich eine Arbeit in der Dekorabteilung der MEA und eine Lay-out-Arbeit bei dem Åhlén & Åkerlunds Filmjournal und dem Magazin Veckojournalen. Es war eine sehr lustige Zeit. Bei  Veckojournalen arbeitete ich, als meine erste Tochter 1953 zur Welt kam.  Danach blieb ich als Hausfrau zu Hause. Ich beschloss, eine Arbeit als Illustratorin zu suchen. Mit meiner Tochter und einigen Arbeitsproben ging ich zum Verlag Raben & Sjögren, wo ich Astrid Lindgren zum ersten Mal traf. Ich zeigte ihr meine Bilder und  bat darum, irgendeine Arbeit zu bekommen. Astrid hatte gerade Mio mein Mio geschrieben, und sie beauftragte mich ein paar Kapitel zu illustrieren. Fröhlich ging ich nach Hause und zeichnete- und ich erhielt den Auftrag. Das war das erste Buch, das ich für Astrid Lindgren gezeichnet habe.